Gerds Reisen auf allen sieben Meeren

28.01.2022 – Puerto Rosario / Fuerteventura / Spanien

Fuerteventura / Puerto Rosario / Spanien,

die Insel wurde im Jahr 1339 zum ersten Mal auf der Seekarte des Kartografen Angelino Dulcert in ihrer ungefähren Form verzeichnet. Auf dieser Karte war sie als „Laforte Ventura“ markiert. Diesen Namen verwendeten vermutlich die mallorquinischen Seefahrer dieser Zeit. Später im 14. Jahrhundert ging man dann zu der Schreibweise in einem Wort über. Die Kanarischen Inseln wurden damals als die Islas Afortunadas (‚glückselige Inseln‘) bezeichnet. Damit wäre Fuerteventura die „Große Glückselige“

Die ersten Menschen, die die Insel Fuerteventura besuchten, waren vermutlich phönizische Seefahrer, die im 10. Jahrhundert v. Chr. die damals unbewohnten Kanarischen Inseln erreichten. Der Kontakt wurde bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. aufrechterhalten. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass spätestens in der Zeit des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. enge Verbindungen zwischen der Insel Fuerteventura und dem Mittelmeerraum bestanden und dass Personen aus der Gegend des Círculo del Estrecho, der Gegend nördlich und südlich der Meerenge von Gibraltar, auf der Insel angesiedelt wurden

Der Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus: von sanftem, naturnahem Tourismus im Inselinneren, bis hin zu größeren und stark frequentierten Hotelketten für Massentourismus im Küstenbereich. Von den jährlich gut zwei Millionen Touristen sind 35 Prozent Deutsche. Viele Sportarten werden angeboten – vor allem Wassersport: Segeln, Surfen, Schwimmen, Wasserski, Jetski, Tauchen und mit Einschränkungen auch Wandern und (Kamel-)Reiten. Bauern bieten regionale Produkte an und partizipieren somit geringfügig am Tourismus. Wenn sie aber nicht gerade im Besitz küstennaher Weideflächen sind, geht der Fortschritt am Großteil der alteingesessenen Bevölkerung vorbei oder schadet sogar den traditionellen Großfamilien durch Abwanderung der Jugend in die Touristenorte und das besonders bei Immobilien gestiegene Preisniveau. Vorteile sind in der verbesserten Infrastruktur zu sehen.
Regionale Produkte sind vor allem Ziegenkäse und Meersalz, kanarische Kartoffeln (Papas Arrugadas) und kanarische Tomaten (rückläufig). Aus Getreide oder Mais wird Gofio (gehört zu den ältesten kanarischen Lebensmitteln und gilt heute noch als Grundnahrungsmittel Nummer eins) erzeugt. Allerdings geht die Bedeutung der Landwirtschaft auch wegen des Wassermangels stark zurück. Ziegenhaltung und Fischfang (Adlerfisch, diverse barschartige Fische, wie Wolfsbarsch oder Barracudas) spielen eine gewisse Rolle
In einigen Gemeinden wird seit längerer Zeit die Heilpflanze Aloe Vera gezüchtet, angebaut und exportiert. Dieses einheimische Bioprodukt ist allerdings durch Markenpiraterie und Billigimporte, vor allem aus China, Indien und Pakistan, bedroht
Der Seehafen der Inselhauptstadt Puerto del Rosario ist der größte Umschlagplatz der Insel. Unter anderem unterhielt die Reederei Naviera Armas seit Anfang 2008 eine direkte Fährverbindung zum marokkanischen Hafen Tarfaya, die allerdings für unbestimmte Zeit unterbrochen wurde, als die Autofähre Assalama am 30. April 2008 vor Tarfaya sank.

Meine Eindrücke,

in Puerto Rosario sind beinahe 100 Skulpturen und Plastiken an der Meerespromenade und im gesamten Stadtbereich aufgestellt
Die meisten der weit verstreuten Werke des Parque Escultorico entstanden auf einem zwischen 2001 und 2006 jährlich abgehaltenen Bildhauer-Symposium, auf dem Hafenparkplatz von Puerto del Rosario. Es wurden ein Felsbrocken zur Basis für Springbrunnen verwendet,  dann gibt es die verschiedensten Bronzefiguren, welche wiederum typische Bewohner der Stadt darstellen : Händler, Fischer, Hafenarbeiter und eine arbeitende Frau. Die Einheimischen identifizieren sich am liebsten mit genau diesem Kunstwerk

Anbei einige Aufnahmen davon

 

 

☞  Urheberrechtlicher Hinweis
Der größte Teil der Beschreibungen in meinem Tagebuch wurde freundlicherweise im Internet zur Verfügung gestellt, häufig aus den lokalen Fremdenverkehrsbüros, wie auch von ’Wikipedia’ und anderen Quellen
Meine privaten Eindrücke vor Ort wurden am Besuchstag selbst erstellt und vermitteln meine Erlebnisse