Gerds Reisen auf allen sieben Meeren

26.01.2022 – Arrecife / Lanzarote / Spanien

Arrecife / Lanzarote / Spanien,

wurde erstmals im 15. Jahrhundert als kleiner Fischerort erwähnt. Ihren Namen verdankt die Stadt den Arrecifes, den schwarzen vulkanischen Riffs, hinter denen sich die Boote schützend vor Piratenüberfällen verstecken konnten
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts begann Arrecife zu wachsen, denn es war notwendig geworden, für die Hafenarbeiter und Angestellten Wohnhäuser und Lagerhallen für den Handelsverkehr zwischen der Alten und der Neuen Welt (Amerika) zu errichten. Als Folge wurde der Ort ein begehrtes Piratenziel. 1571 plünderte und zerstörte der Seeräuber Dogan das Hafenstädtchen fast völlig
Wenige Jahre später begannen die Arbeiten am Castillo de San Gabriel auf der vorgelagerten, kleinen Insel Islote de Fermina, von dem man sich Schutz vor Piratenüberfällen versprach. Doch bereits 1586 landete der Pirat Morato Arraez in der Stadt, machte ihr praktisch den Garaus und zerstörte die erste, schon 1574 erbaute Festung. Das heutige Castillo de San Gabriel, mit Glockentürmchen und Wachhäuschen, wurde im Auftrag des spanischen Königs Philipp II. und nach Plänen von Leonardo Torriani um 1590 erbaut. Im Castillo de San Gabriel befindet sich heute das „Museo Arqueológico y Etnográfico Castillio de San Gabriel“. Dort werden Fundstücke aus der Zeit vor 1402 gezeigt, als die Insel noch nicht von den Spaniern kolonisiert war. Ein Wahrzeichen Arrecifes ist die Zugbrücke Puente de las Bolas, die Arrecife mit dem Castillo verbindet
Etwas nördlich, außerhalb, steht das 1776 auf Veranlassung König Karl III. erbaute Castillo de San José. Es befindet sich auf der acht Meter über der Steilküste liegenden Halbinsel, der Cueva de Inés, und wird von Einheimischen auch Hungerburg genannt, da die Bevölkerung nach den gewaltigen Vulkanausbrüchen auf der Insel Mitte des 18. Jahrhunderts Hunger litt. Der Bau nach Plänen des Bauingenieurs Alfonso Ochando sollte Arbeit und Schutz vor Piratenüberfällen bieten. Als die Piraten ausblieben, verlor die Hungerburg an Bedeutung. 1974 wurde das Castillo de San José vom Künstler und Umweltschützer César Manrique in das Museum für zeitgenössische Kunst (Museo Internacional de Arte Contemporáneo) umgewandelt. Dazu gehören ein Restaurant mit Panoramablick zum Meer und ein neu angelegter Saal für Konzerte und Tagungen. Die Galerie beherbergt Gemälde spanischer Künstler.
1792 entstand die Muelle de las Cebollas (die Mole der Zwiebeln) als Teil des neuen Hafens
Bereits im Jahre1574 entstand eine erste Kirche von Arrecife, die man dem Heiligen Genesius, Bischof von Clermont (San Ginés) weihte. Nach einer kompletten Überflutung musste sie 1665 neu aufgebaut werden. Anlässlich der Eröffnung des Hafens wurde am 25. Juni 1798 die erste Messe in der zur unabhängigen Pfarrei erklärten Kirche gehalten. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden nacheinander zwei Kirchenschiffe angebaut und als letztes 1842 der Kirchturm errichtet. Mit ihrem dreischiffigen Innenraum und der holzgeschnitzten Decke ist die Iglesia de San Ginés an der Plaza de las Palmas die älteste Kirche auf Lanzarote

 

Meine Eindrücke

Lanzarote ist eine typische, vom spanischen Festland angehauchte, kanarische Insel.  Mit den allgegenwärtigen farbenfrohen Häusern ist die Altstadt denn auch recht schön zu Besichtigen

 

 

Urheberrechtlicher Hinweis
Der größte Teil der Beschreibungen in meinem Tagebuch wurde freundlicherweise im Internet zur Verfügung gestellt, häufig aus den lokalen Fremdenverkehrsbüros, wie auch von ’Wikipedia’ und anderen Quellen
Meine privaten Eindrücke vor Ort wurden am Besuchstag selbst erstellt und vermitteln meine Erlebnisse