Gerds Reisen auf allen sieben Meeren

12.01.2022 – Funchal / Madeira / Portugal

Funchal / Madeira / Portugal

Heute war ich innerhalb von drei Monaten zum 3. Mal auf Madeira. Über Funchal wurde ja schon einiges in meinem Blog geschrieben.  Deswegen kommt der heutige Bericht in etwas anderer Form

verschönerte Altstadt

Zuerst möchte ich von unserem Rundgang durch die Altstadt berichten. Dort wurde seinerzeit, im Jahre 2011 eine Kampagne zur Verschönerung eingeleitet. Das Ergebnis: Es wurden viele Häuserstellen bemalt, was noch heute sehr schön anzusehen ist. Meistens sieht man diese Kunstwerke an Haustüren, für welche sich mehrere portugiesische Künstler verantwortlich zeigen

 

 

botanischer Garten

Danach ging es in den botanischen Garten, der sich sehr schön im Hang oberhalb von Funchal befindet. Eine wunderschöne Anlage, welche mich sofort an Monaco erinnerte, da auch dort ein toller Park in Hanglage angelegt ist. 

Der botanische Garten ist eine Parkanlage mit exotischen Pflanzen. Die Anlage entstand 1960 auf dem früheren Anwesen der Familie William Reid. Das über 35.000 m² große, abschüssige Gelände des Parks, erstreckt sich vom oben gelegenen ehemaligen Herrenhaus bis zu einem angeschlossenen Vogelpark, in dem in Volierenhaltung exotische Vögel zur Schau stehen. Der Botanische Garten bietet neben Wegen unter alten Bäumen verschiedene Themenbereiche wie einen Wasser- und  Kakteengarten
Im ehemaligen Herrenhaus ist seit 1982 das Museu de História Natural (Naturgeschichtsmuseum) untergebracht, das vor allem Tierpräparate zeigt.
Der Park liegt im hochgelegenen Stadtteil Monte und ist von Funchal aus mit einer Luftseilbahn erreichbar

 

 

Madeira, weltbekannter Likörwein

Zu guter letzt wurde eine Wein Bodega angefahren.  Dort hatten wir Gelegenheit, den wohl sehr bekannten „Madeira Likörwein“ zu Kosten. Uns wurden drei Weine und ein Honigkuchen zum Probieren und Kauf angeboten.  Das war hmmm, LECKER!!!

„Madeira“ ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung (DOP) für den Likörwein von der zu Portugal zählenden Insel Madeira. Es handelt sich hierbei um einen aufgespriteten, d. h. mit Branntwein angereicherten Wein. Der Alkoholgehalt liegt je nach Sorte zwischen 17 und 22 Vol.-%. Madeira ist ein teiloxidierter Wein. Andere, unerwünscht oxidierte Weine werden deshalb häufig als „madeirisiert“ bezeichnet
Der Madeirawein entstand angeblich zufällig. Nachdem der Gärprozess ähnlich wie beim Portwein der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 Vol.-%. reinem Alkohol abgebrochen wurde, berichteten Seeleute, dass der Wein nach dem Transport durch die Tropen den Geschmack zum Positiven änderte. Dieser Transport wurde fortan gezielt durchgeführt. Ausgewählte Weine in relativ kleinen Fässern machten die Torna viagem, die Schiffsreise in die portugiesischen Überseeprovinzen, wodurch der Reifungsprozess, die sogenannte Madeirisierung besonders unterstützt wurde. Die Schiffsreise wurde später (bis heute) durch drei- bis fünfmonatige Lagerung bei 45 °C bis 75 °C ersetzt (zum Beispiel direkt unter Wellblechdächern oder künstlich erzeugt)
Früher galten nach den Regeln des Instituto Do Vinho Da Madeira (Weininstitut von Madeira) folgende vier Rebsorten als „edel“, die gleichzeitig jede für einen bestimmten Stil (und Süßegrad) stehen und deshalb den höchsten Bekanntheitsgrad aufweisen: Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia
Inzwischen ist nach den neuen Regeln aber eine Unterscheidung in „zugelassene“ und „empfohlene“ Rebsorten gebräuchlich. Es gibt im Wesentlichen zwei Herstellungsarten
Die klassische, mindestens zwei Jahre dauernde Canteiro-Methode, bei der der aufgespritete Jungmadeira im Holzfass unter dem Dach der Adega auf natürliche Art und Weise dem karamellisierenden Effekt der Hitze ausgesetzt wird, ist heute aus wirtschaftlichen Gründen sehr selten geworden. Der Volumenverlust von rund drei Prozent pro Jahr im Holzfass führt über die oft jahrzehntelange Reifelagerung zu erheblichen Kosten gegenüber der schnellen, verlustfreien Erhitzung im Betontank der großen Erzeuger. Die Canteiro-Weine dürfen frühestens nach drei Jahren in den Handel kommen, gerechnet ab dem 1. Januar des auf die Weinlese folgenden Jahres
Eine der letzten echten Canteiro Adegas ist ABSL, Artur de Barros e Sousa Ltd. in Funchal
Die Lagerung bzw. der Ausbau erfolgt in Eichenholzfässern. Jahrgangsweine werden nur selten produziert. Die meisten Weine werden verschnitten

Die mindestens dreimonatig dauernde Estufagem-Methode, wird der Wein in Edelstahlbehältern durch ein spiralförmiges Röhrensystem auf 45 bis 50 °C erhitzt. Danach erhält der Wein eine dreimonatige Ruhepause (Estágio). Die Weine dürfen niemals vor dem 31. Oktober des zweiten Jahres nach der Weinlese in Flaschen abgefüllt und in den Handel gebracht werden

 

Wow, dieses mal ist aber viel zu Lesen. Ich hoffe, es gefällt

 

  Urheberrechtlicher Hinweis
Der größte Teil der Beschreibungen in meinem Tagebuch wurde freundlicherweise im Internet zur Verfügung gestellt, häufig aus den lokalen Fremdenverkehrsbüros, wie auch von ’Wikipedia’ und anderen Quellen
Meine privaten Eindrücke vor Ort wurden am Besuchstag selbst erstellt und vermitteln meine Erlebnisse