Gerds Reisen auf allen sieben Meeren

03.01.2022 – Cádiz / Spanien

Cádiz, Spanien  statt Casablanca / Marokko

Geschichtlich gesehen wurde Cádiz (phöniz. Gadir, d. h. „Festung) von phönizischen Kauffahrern aus Tyros als Militärstützpunkt und Warenumschlagplatz gegründet. Die phönizischen Kolonisten erkannten die günstige Lage der Insel (erst im 17. Jahrhundert wurde sie zu einer Halbinsel) an der Mündung des Guadalete, in der Nähe des an Silber reichen Tartessos sowie auf halbem Weg zu den „Zinninseln“ (Britannien).
Der römische Historiker Velleius Paterculus gibt zwar als Zeitpunkt der Grundsteinlegung „80 Jahre nach dem Trojanischen Krieg“ an, also etwa 1100 v. Chr. aber archäologisch nachgewiesen ist eine Besiedlung des Gebiets jedoch erst ca. 300 Jahre später, wobei die ältesten Funde unter dem Teatro Cómico in Cadiz zum Vorschein kamen und ins späte 9. oder frühe 8. Jh. v. Chr. datiert werden
Unter den Phöniziern, und später unter den Karthagern, wurde Gadir zu einem blühenden Handelszentrum. Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. gab es westphönizische Werkstätten, aus denen Gegenstände orientalischer Tradition stammen. Eine Bronzekanne von Torres Vedras stammt vermutlich aus einer gaditanischen Werkstatt. Das archäologische Museum der Stadt beherbergt zwei der äußerst seltenen phönizischen Sarkophage aus dem Jahre 541 v. Chr.
Mit der Ausbreitung der Herrschaft der Karthager im Westen kam Cádiz zu deren Reich und entwickelte sich seit etwa 500 v. Chr. zum bedeutendsten Handelszentrum des karthagischen Atlantikverkehrs. Die Stadt diente seit 237 v. Chr. Hamilkar Barkas als Ausgangspunkt für seine Feldzüge auf der Iberischen Halbinsel, ebenso Hannibal bei seinem Kriegszug des Jahres 218 v. Chr. Einige Jahre vor dem Ende des Zweiten Punischen Krieges zogen sich Hasdrubal und Mago nach der für sie unglücklich verlaufenen Schlacht von Ilipa (206 v. Chr.) nach Cádiz zurück. Während Hasdrubal bald nach Afrika zurückkehrte, wollten Überläufer den zurückgebliebenen Mago und die punische Besatzung den Römern ausliefern. Mago vereitelte den Abfall, fuhr dann zum Erhalt von Unterstützung nach Karthago und fand bei seiner Rückkehr die Tore von Cádiz verschlossen

 

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Der größte Teil der Beschreibungen in meinem Tagebuch wurde freundlicherweise im Internet zur Verfügung gestellt, häufig aus den lokalen Fremdenverkehrsbüros, wie auch von ’Wikipedia’ und anderen Quellen
Meine privaten Eindrücke vor Ort wurden am Besuchstag selbst erstellt und vermitteln meine Erlebnisse